Übersicht über die Inhalte des Buches, das aus der Vorlesung „Wissenschaftliche Softwareentwicklung“ hervorgegangen ist.
Gemessene bzw. berechnete Daten und deren Verständnis stehen in vielen Disziplinen der empirischen Wissenschaften im Mittelpunkt. Da die Verarbeitung meist rechnergestützt erfolgt, ist Programmierung ein wesentlicher Bestandteil. Oft mangelt es aber am notwendigen Hintergrundwissen zu allgemeinen Konzepten der Softwareentwicklung, deren Einsatz wegen der komplexen Aufgabenstellung oft notwendig ist. Darüber hinaus müssen die Programme von anderen nachvollziehbar und zukunftssicher gestaltet werden, um wissenschaftlichen Standards zu genügen. Mangelnde Code-Qualität und damit fehlende Nachvollziehbarkeit ist ein großes und stark unterschätztes Problem für die Wissenschaft.
Das Buch behandelt der Reihe nach drei große Themenkomplexe: Infrastruktur, konkrete Hinweise zum Schreiben von Code und Software-Architektur. Abschließend wird am Beispiel der Datenverarbeitung und -Analyse in der Physikalischen Chemie und verwandten Disziplinen gezeigt, wie alle vorgestellten Konzepte ineinandergreifen.
Zu jedem Kapitel werden Verständnisfragen zum Selbststudium sowie ein kommentiertes Literaturverzeichnis zur Verfügung gestellt. Je nach Thema befinden sich auch noch weiterführende Hinweise auf der zugehörigen Seite. All diese Informationen lassen sich bequem aus der nachfolgenden Tabelle heraus erreichen: sowohl Kapitelnummern als auch deren Überschrift sind Verweise (Links) auf die zugehörigen Detailseiten.
Alle, die an einer praktisch(er)en Umsetzung der in der Vorlesung behandelten Konzepte und Themen interessiert sind und die mit Python programmieren (wollen), sei ein Blick auf den Python-Kurs für Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (auf Englisch) empfohlen. Der Kurs ist noch im Entstehen begriffen (d.h. es gibt Lücken und er wird kontinuierlich ergänzt), aber mittlerweile werden einige Themen der Vorlesung konkreter in ihrer Umsetzung behandelt.