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de:lehre:forschungsdatenmanagement:ss2024:01:index

01: Warum Forschungsdatenmanagement? (I) Wesen der Wissenschaft

Themen
Wesen der Wissenschaft:
systematisches Vorgehen und Nachvollziehbarkeit
Die doppelte Verantwortung der Forschenden
Erkenntnisgewinn durch Verständnis von Zusammenhängen
Daten als Grundlage
Folien
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Glossar
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Zentrale Aspekte

  • Wissenschaft ist ein systematisches Unterfangen,
    das dem Erkenntnisgewinn dient.
  • Wissenschaft baut immer auf den Vorarbeiten anderer auf
    und liefert selbst die Grundlage für die künftigen Forschenden.
  • Forschende haben eine doppelte Verantwortung:
    gegenüber der Wissenschaft und der Gesellschaft.
  • Erkenntnis entsteht aus dem Verständnis von Zusammenhängen.
    Voraussetzung ist die solide Kenntnis der eigenen Disziplin.
  • Daten sind Grundlage empirischer Wissenschaft. Die Forschenden
    selbst sind für den richtigen Umgang mit Daten verantwortlich.

Fragen zur Vertiefung und Wiederholung

Diese Fragen dienen der persönlichen Beschäftigung mit der Thematik, werden aber nicht separat in der Vorlesung besprochen.

  • Was macht die wissenschaftliche Methode/Vorgehensweise aus?
  • Welche Verantwortung trägt jeder Wissenschaftler gegenüber der Wissenschaft? Wie sollte sich das auf seine Arbeitsweise auswirken?

Weiterführende Literatur

Eine kommentierte und handverlesene Liste mit weiterführender Literatur zum Thema. Die Auswahl ist zwangsläufig subjektiv.

Die Frage „Was ist Wissenschaft“ zu behandeln, sprengt den Rahmen der Vorlesung bei Weitem und ist nicht umsonst der Inhalt ganzer Bücher und dedizierter Vorlesungen zur Wissenschaftstheorie (meist an der philosophischen Fakultät). Dem Interessierten sei entsprechende Primär- (u.a. Popper {[popper-k-2005]}, Kuhn {[kuhn-ts-1976]}, Hacking {[hacking-i-1995]}) und Sekundärliteratur (u.a. Poser {[poser-h-2001]}, Chalmers {[chalmers-a-1999]}) empfohlen. Wer sich tiefer mit den historischen Vorlagen des Zitats von Newton in seinem Brief an Hooke auseinandersetzen möchte, dem sei das gleichnamige und sehr gelehrte Buch von Merton {[merton-rk-1993]} empfohlen.

Zur wissenschaftlichen Methode liefert Dijkstra mit seinem Essay „On the Role of Scientific Thought“ {[dijkstra-ew-1982-ewd447]} wertvolle Hinweise. Weitere Aspekte finden sich in seiner Turing Award Lecture {[dijk-cacm-15-859]}. Christine Borgman ist zitiert nach {[borgman-cl-2015]}. Weitere relevante Literatur, ohne Anspruch auf Repräsentativität: {[fisher-ra-1971,box-jasa-71-791]}. Ein sehr schönes und lesenswertes Beispiel für exzellente Planung und Durchführung von Experimenten sowie ausführlicher Diskussion der Ergebnisse im Kontext bekannten Wissens bleibt die Veröffentlichung Gregor Mendels zu seinen Kreuzungsversuchen: {[mend-vnvd-4-3]}.

Dear {[dear-p-2006]} liefert eine lesenswerte wissenschaftshistorische Betrachtung, die explizit auf die Letzterklärbarkeit (Verständlichkeit) der Natur und die auf Aristoteles zurückgehende Dichotomie von Naturphilosophie und Wissenschaft eingeht. Wer sich kritisch mit der Position des wissenschaftlichen Realismus und der Frage auseinandersetzen möchte, ob unsere Theorien immer näher an die Realität („Wahrheit“) herankommen, dem sei die Lektüre des Buches von Stanford {[stanford-pk-2006]} empfohlen.

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