Inhaltsverzeichnis

30. Datenaufnahme: Metadaten

Themen
Bedeutung: Daten ohne zusätzliche Informationen sind wertlos
Zielstellung: semantisches Verständnis durch Auswertungsroutinen
Kriterien für eine formalisierte Ablage von Metadaten
Ein reales Beispiel: die Infodatei
Glossar
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Kapitel bei Springer
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-71607-6_30


Zentrale Aspekte

Zusammenfassung

Daten werden immer in einem Kontext erhoben und sind ohne diesen Kontext meist wertlos, zumindest nicht mehr hinreichend interpretierbar. Welche Informationen letztlich relevant sind, ist hochgradig spezifisch und lässt sich nur durch Erfahrung ein tiefes Verständnis des jeweiligen Fachgebiets und möglicher Fragestellungen beantworten. Entscheidend ist, dass die Charakteristika des jeweiligen Szenarios (die „Metadaten“) gemeinsam mit den eigentlichen (Mess-)Daten festgehalten und abgelegt werden.

Die Menge der verfügbaren Informationen ist bei der Datenaufnahme maximal. Eine sinnvolle Reduktion auf die relevanten Aspekte ist die eigentliche Herausforderung. Metadaten sollten dabei strukturiert und für Mensch und Maschine lesbar abgelegt werden, mit einem klaren Fokus auf die einfache Schreibbarkeit durch den Menschen. Ein Format für Metadaten sollte plattformunabhängig und möglichst einfach nutzbar sein.

Fragen zur Vertiefung und Wiederholung

Diese Fragen dienen der persönlichen Beschäftigung mit der Thematik, es werden aber keine Antworten zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Literatur

Eine kommentierte und handverlesene Liste mit weiterführender Literatur zum Thema. Die Auswahl ist zwangsläufig subjektiv.

Metadaten werden in den allermeisten Fällen zumindest zwischendurch als Textdateien abgelegt werden, es sei denn, man hat mit einer Software zur Datenerhebung zu tun, die alle notwendigen Metadaten automatisch mit erfasst (was in den seltensten Fällen vorkommt). Insofern gelten für Datenformate für Metadaten all die Kriterien, die im vorangegangenen Kapitel zu Datenformaten aufgeführt wurden.

In Kapitel 5 von [Raymond, 2004Raymond, Eric S. (2004): The Art of UNIX Programming, Addison Wesley, Boston] finden sich viele sehr gute (und praxisrelevante) Hinweise zur Erstellung eigener textbasierter Formate. Darüber hinaus diskutiert dieser Autor diverse bekannte Textformate wie DSV/CSV, XML, Windows-INI-Dateien etc.

Einige der in [Hart, 2016Hart, Edmund M.; Barmby, Pauline; LeBauer, David; Michonneau, François; Mount, Sarah; Mulrooney, Patrick; Poisot, Timothée; Woo, Kara H.; Zimmerman, Naupaka B.; Hollister, Jeffrey W. (2016): Ten simple rules for digital data storage, PLoS Comput. Biol. 12:e1005097] vorgestellten Aspekte für den Umgang mit digitalen Daten betreffen explizit Metadaten. Ansonsten findet sich relativ viel Literatur im breiteren Kontext der Reproduzierbarkeit, auf die im folgenden Kapitel eingegangen wird.