Diese Fragen dienen der persönlichen Beschäftigung mit der Thematik, werden aber nicht separat in der Vorlesung besprochen.
Eine kommentierte und handverlesene Liste mit weiterführender Literatur zum Thema. Die Auswahl ist zwangsläufig subjektiv.
Wer sich eingehender mit Wissenschaftstheorie und der Frage nach dem Wesen der Wissenschaft befassen möchte, der sei auf die „klassische“ Literatur, insbesondere Poppers „Logik der Forschung“ {[popper-k-2005]} und Kuhns „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ {[kuhn-ts-1976]} verwiesen. Gute einführende Werke sind „What is This Thing Called Science?“ von A. F. Chalmers {[chalmers-a-1999]} und „Wissenschaftstheorie. Eine philosophische Einführung“ von Hans Poser {[poser-h-2001]}. Lesenswert ist auch Hackings „Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften“ {[hacking-i-1995]}. Der Blick auf die Wissenschaft als ein „System“ geht auf Immanuel Kant {[kant-i-1997]} zurück.
Die Unterscheidung von unvermeidlicher (essential complexity) und vermeidbarer Komplexität (accidental complexity) wurde von Fred Brooks {[brooks-fp-1995]} auf Software angewandt. Sie geht ideengeschichtlich letztlich auf die Unterscheidung zwischen Substanz (Essenz) und Akzidens von Aristoteles zurück. Vgl. dazu z.B. {[prechtl-p-2008]}.
Die Wichtigkeit der Reproduzierbarkeit von Auswertungen ist ein Thema, das immer mal wieder durch die wissenschaftliche Öffentlichkeit geistert, oftmals im Zusammenhang mit aufgedecktem Betrug durch Datenfälschung {[croc-sci-334-1182,jasn-sci-334-1225,peng-sci-334-1226]}.
Ein lesenswerter Artikel, der sich mit der Reproduzierbarkeit rechnergestützter Datenauswertung befasst und zehn einfache Regeln aufstellt, ist {[sand-ploscb-9-e1003285]}.
Komplette Systeme zur Datenverarbeitung und -Analyse wurden mehrfach in der Literatur für unterschiedliche Disziplinen vorgestellt. Mesirov spricht in diesem Kontext von einem „System zur reproduzierbaren Wissenschaft“ (Reproducible Research System, RRS) {[mesi-sci-327-415]}. Wie ein solches System umgesetzt wird, dazu gibt es in unterschiedlichen Disziplinen unterschiedliche Ansätze. Beispiele wären das „Pegasus Framework“ {[deel-sprog-13-219]}, Galaxy {[goec-gb-11-r86]} und GenePatterns {[mesi-sci-327-415,reic-ngen-38-500]}. Vermutlich historisch der erste funktionierende und publizierte Ansatz (ReDoc), basierend auf freier Software und dem GNU-make-Werkzeug, stammt aus dem „Stanford Exploration Project“ um Jon Claerbout {[schw-compse-2-61]}.
Ein Buch, das nicht nur unterschiedliche (auf der Programmiersprache R basierende) Ansätze für reproduzierbare rechnergestützte Wissenschaft vorstellt, sondern darüber hinaus generelle Aspekte thematisiert, ist {[stodden-v-2014]}.
Darstellung wissenschaftlicher Daten ist ein wichtiges Thema, das immer wieder diskutiert wird. Ein sehr kurzer Artikel aus der Praxis mit vielen Beispielen ist {[roug-ploscb-10-e1003833]}.
<bibtex bibliography> sort=true </bibtex>