Eine kommentierte und handverlesene Liste mit weiterführender Literatur zum Thema. Die Auswahl ist zwangsläufig subjektiv.
Eine gute Einführung in die grundlegende Architektur von Unternehmensanwendungen (Enterprise Applications) und vor allem die diversen Entscheidungen, die anstehen, liefert der erste Teil (Kapitel 1–8) von {[fowler-m-2003]}. Der Rest des Buches ist eine Beschreibung der zugehörigen Muster. Fowler hat einen deutlich nüchterneren Schreibstil als Robert C. Martin (alias „Uncle Bob“), verweist dafür aber deutlich mehr auf die Literatur.
Sehr neu (2018) und eine Zusammenfassung von vorher in diversen anderen Büchern und Blog-Einträgen verstreuten Informationen ist {[martin-rc-2018]}. Ähnlich schon wie sein Buch „Clean Code“ {[martin-rc-2008]} gibt Robert C. Martin hier viele allgemeine Hinweise, wie man gute Software schreibt. Einige Inhalte sind aber auch nur mit minimalen Änderungen aus vorangegangenen Büchern von ihm, u.a. {[martin-rc-2003,martin-rc-2008]}, übernommen.
Der Schwerpunkt der Softwareentwicklung liegt auf der Lösung eines konkreten, komplexen Problems. Entsprechend sollte ein gutes Modell der Problemdomäne den Kern der entwickelten Software bilden. Das ist die Kernaussage des Buches „Domain-Driven Design“ von Eric Evans {[evans-e-2004]}. Die Betonung auf der Bedeutung der Modell-Schicht in einer geschichteten Architektur und ihrer Unabhängigkeit von allen anderen Schichten hat er mit anderen Autoren, allen voran Robert C. Martin {[martin-rc-2018]}, gemeinsam. Allerdings liefert er als einer der wenigen sehr detaillierte Hinweise, wie sich ein solches Modell der Problemdomäne entwickeln lässt und worauf man dabei unbedingt achten sollte.
Ein Klassiker, der die Entwicklung objektorientierter Software beschreibt, allerdings (leider) nur noch antiquarisch erhältlich ist, ist Bertrand Meyers „Object-oriented Software Construction“ {[meyer-b-1997]}. Das Buch beschreibt dabei alle Ebenen der Softwareentwicklung von den Details des Entwurfs einzelner Klassen bis hin zum abstrakten Zusammenspiel von Komponenten.
Eine gute Zusammenfassung der wesentlichen Kriterien für den Entwurf objektorientierter Software liefern die einführenden Kapitel im Buch der „Viererbande“ {[gamma-e-1995]}, wenngleich in sehr kondensierter Form.
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